Texte hörbar machen

Die Übertragung von Textmanuskripten in Hörspiel- und Hörbuchformen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Bereits vorhandene Bücher oder Kurzgeschichten benötigen Dramatisierung und häufig die Übertragung in Dialogformen. Bei der Kombination mit Musik und Geräuschen helfen erfahrene Audiospezialisten.
Die LitOff nimmt seit 2010 (fast) regelmäßig am Literatursommer Baden-Württemberg mit Hörspielen teil. Dazu werden alle zwei Jahre die Mitglieder der Gruppe eingeladen, Manuskripte einzureichen, die sich mit dem jeweiligen Motto beschäftigen. Das ausgewählte Manuskript wird professionell in einem Hörspielstudio aus Mannheim umgesetzt. Die Dialoge und Off-Texte werden mit Schauspielern eingesprochen. Häufig beteiligen sich die anderen LitOff-Mitglieder als akustische „Komparsen“ an der Produktion. Das Besondere: Die LitOff organisiert Sendeplätze in Freien Radios für das Hörspiel, so dass eine Ausstrahlung garantiert werden kann.
Im Literatursommer 2010 wurde das LitOff-Projekt erdacht. Unter dem Titel „Hebel on air“ entstanden adaptierte Hörspiele basierend auf Texten von „Johann Peter Hebel“. Im Literatursommer 2012 ein Radiofeature über die 25-jährige Tätigkeit der LitOff im literarischen Treiben Baden-Württenbergs. Im Jahr 2014 wurde zum Thema „Zivilgesellschaftliches Engagement in der Literatur“ ein weiteres Hörspiel produziert. Es war ein historisch-fiktionales Stück, das im 2. Weltkrieg spielt „Die Auswerterin“ heißt. Der Autor Elk von Lyck hatte sich eingehend mit dem Thema Krieg auseinanergesetzt. Als sogenannter Weltverbesserer zeigt er mit seinen Texten, wie sich aktives politisches Engagement, auch eines einzelnen, auswirken kann. Im Jahr 2018 zeigt Olga Manj mit ihrem gesellschaftssatirischem Projekt „Weiberworte mit Quotenmann“, dass politisch angehauchte Literatur auch sehr humorvoll daherkommen kann. Im Jahr 2024 folgten dann drei Kurzhörspiele „Eine kurze Geschichte über den Krieg“. Einige der genannten Hörspiele wurden im Leipziger Hörspielsommer nominiert, das zuletzt genannte erhielt sogar eine Platzierung bei Radio T (2025) in der damaligen europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz.
Gedichte einer Ausstellung von Olga Manj

„Gedichte einer Ausstellung“ transferiert die Zuhörenden mit einer aufgeladenen Akustik-Szenerie in eine Zukunft, in der Museumsbesuche digital und per Chip erfolgen. Dieses digitale Museum bietet ein fantasievolles, verrücktes, aber auch unterhaltsames Erlebnis. Das Besondere: Es werden keine Bilder betrachtet, sondern Gedichte.
Bald zu hören auf Youtube
Aktuelle Sendetermine bei Freien Radios ab 1.6.26 unter www.literatursommer.de
Eine kurze Geschichte über den Krieg von Anette Butzmann

In „Eine kurze Geschichte über den Krieg“ erleben wir den schleichenden Verlust der Freiheit in einem besetzten Deutschland. Das Stück erhielt 2025 einen Preis in der Sparte „Demokratie“ beim Freien Radio T in der ehemaligen europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz.
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Vogelfrei von Nils Ehlert

Ein Spatz und ein Kanarienvogel: Der eine frei und der andere gefangen. Gefangen? Aber nein, er arbeitet für die „Gönner“ und erhält dadurch Schutz vor der Katze. Das ist doch kein Käfig! Unterhaltsames Hörspiel über das Literatursommer-Motto „Freiheit ist (k)eine Wahl“.
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Weiberworte mit Quotenmann von Olga Manj

Zum Inhalt: In einer fernen Zukunft ist alles umgekehrt – Männer sorgen für die Familie, während Frauen die Geschicke der Welt lenken. In dieser Zeit graben Informatik-Archäologen einen uralten Computer aus und entschlüsseln darauf Texte von Frauen aus dem Jahr 2018. Bei einer fiktiven Talk-Show des Jahres 3018 wird der sensationelle Fund vorgestellt und wirbelt viel Staub auf.
Konzipiert und verfasst wurde das Hörspiel von der LitOff-Autorin Olga Manj. Getreu dem Motto des Literatursommers 2018 „Frauen in der Literatur“ enthält es nur Textbeiträge von LitOff-Autorinnen. „Das Motto stieß geradezu mit der Nase darauf, ein gemeinsames ‚weibliches‘ Werk zu schaffen“, meint Olga Manj. „Die männlichen LitOff-Autoren halfen als lautstarke Anführer der fiktiven Männerbewegung mit. Von Anfang an gab es das Ziel, mit einem digitalen Zukunfts-szenario die Lachmuskeln von Hörern beiderlei Geschlechts zu massieren. Ich bin zuversichtlich, dass das gelungen ist.“
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Abgereist nach Anderswo von Olga Manj und Team

Die Flucht aus der Heimat ist kein Phänomen dieser Tage. Schon immer mussten sich Menschen auf den Weg machen, ihr angestammtes Gebiet verlassen, bis hin zu ganzen Völkerwanderungen. Die Autorengruppe Die Literatur-Offensive Heidelberg (kurz LitOff) collagiert in dem Radiofeature „Abgereist nach Anderswo“ die Erlebnisberichte von Flüchtlingen aus dem 2. Weltkrieg, aus dem Chile der 70er Jahre sowie aus der Gegenwart mit literarischen Formen.
Drei Generationen von Heimatsuchenden berichten von Flucht, Verlust und dem erfolgreichen Übergang in ein Leben in der neuen Wahlheimat. Dem stellen Autorinnen und Autoren der LitOff verschiedene literarische Betrachtungsweisen gegenüber. Zum einen aus der Sicht der Menschen, die sich mit der sogenannten ‚Flüchtlingswelle‘ konfrontiert sehen. Zum anderen zeigt das Feature assoziative Vorstellungen über die Flucht an sich auf.
Bereits sieben Radios haben „Abgereist nach Anderswo“ auf über vierzig Sendeplätzen fest in ihr Programm eingeplant: Freies Radio Freudenstadt, Freies Radio Ulm, Radio Wüste Welle Tübingen, Freies Radio Wiesenthal/ Schopfheim, Freies Radio Dreyeckland Freiburg, Freies Radio StHörfunk und Freies Radio Rhein-Neckar – Bermudafunk.
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Die Auswerterin von Elk von Lyck

In der Endphase des Zweiten Weltkriegs will eine junge Frau, die bei der britischen Royal Airforce als Auswerterin von Luftbildern arbeitet, den Kom-mandeur Arthur Harris mit vorgehaltener Waffe zwingen, ein Bombergeschwader nach Auschwitz umzuleiten. Das fiktionale Stück basiert auf dem gleichnamigen Roman und Theaterstück des Autors.
Das Motto des Literatursommers 2014 heißt: „Worte sind Taten – zivilgesellschaftliches Engagement in der Literatur“. Worte sind Taten? Kann man dem zustimmen? Kann Literatur etwas bewirken? Wo sind die bislang unentdeckten Künstler des Wortes, die sich diesen Fragen bereits gewidmet haben und die ihre unveröffentlichten Texte zur Diskussion stellen wollen?
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Lyrik, Literatur, hah! – Ein Feature über die Literatur-Offensive

Der Literatursommer steht diesmal unter dem Motto: „60 Jahre Literatur in und aus Baden-Württemberg“. Die Autorengruppe LitOff ist seit Ende der 80er Jahre selbst Zeitzeuge der literarischen Strömungen.
„Zitate, zerpflückt, zerhackt, aus dem Zusammenhang gerissen und zu einem Mosaik zusammengesetzt, nicht ein Neues und nicht das Alte, zerfetzt und doch erkennbar geblieben als Ballon, rund und prall, als die Literatur-Offensive, die Umhüllende…“ Eine literarische Entwicklung von Autoren ist niemals isoliert zu sehen, sie steht immer in Wechselwirkung mit äußeren literarischen und sonstigen Einflüssen. Das Feature führt in den Kern der Gruppe. Anhand von Tonaufnahmen aus Lesungen und Diskussionen werden die Auseinandersetzungen mit dem Außen und die inneren Wandlungen der Gruppe gezeigt. Literatur kann sich mit und gegen den Mainstream bewegen, aber bleibt immer mit der Umgebung verhaftet.
Zu hören bei Youtube Teil 1: Bitte hier klicken
Zu hören bei Youtube Teil 2: Bitte hier klicken
Zu hören bei Youtube Teil 3: Bitte hier klicken
Hebel on air

Unter dem Motto Hebel on air entstanden drei Hörspiele von LitOff-Autoren. Die Stücke des Altmeisters wurden neu interpretiert:
Unverhofftes Wiedersehen von Nils Ehlert: Bitte hier klicken
Wänn zwei sich stritte, freut sich der Dritti (alemannisch) von Jancu Sinca (04:57 min): Bitte hier klicken
Das unmögliche Derivate-Menü von Lothar Seidler (06:11 min): Bitte hier klicken
Unverhofftes Wiedersehen von Nils Ehlert (10:22 min): bitte hier klicken
Weitere Projekte
Palatin Projekt
Vertontes Gedicht über die Marmorfigur Pan im Schwetzinger Schlosspark auf youtube, Vertonung von Bernhard Kretz. Hier auf Youtube zu hören: https://youtu.be/FUa0d44bF48
